2010 wurden 33 Prozent mehr E-Bikes verkauft als im Vorjahr

Elektro-Fahrräder

Weltweite Fahrrad- und Automobilproduktion (Bildmaterial: www.vsf.de) Sowohl der Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF) als auch der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) haben in diesen Tagen aktuelle Zahlen zum Fahrradmarkt in Deutschland veröffentlicht.

Rund 200.000 E-Bikes wurden laut ZIV und VSF im Jahr 2010 verkauft. Das entspricht einer Verkaufssteigerung um 33,3 Prozent zum Vorjahr 2009, in dem rund 150.000 dieser elektrisch unterstützten Fahrräder in Umlauf gebracht wurden. Damit hat sich die Zahl der verkauften E-Bikes in den letzten vier Jahren nahezu verdreifacht.

Die E-Bike-Marktentwicklung in Europa ist laut ZIV im vergangenen Jahr sogar um 40 Prozent gestiegen und erreichte die 700.000 Stück-Marke. Absatzstärkste Märkte sind hierbei Deutschland und die Niederlande. Sie „sind mit einem Anteil von 50 Prozent mit Abstand die größten Märkte für E-Bikes in Europa“.

Als Grund für dieses rasante Wachstum sieht der ZIV die „sich ständig weiterentwickelnde Technik, das neue Design und die Erschließung neuer Zielgruppen“. Mittlerweile gibt es für nahezu jeden Radtyp auch mindestens ein E-Bike-Modell. Selbst das Mountainbike gibt es seit neuestem mit elektrischer Tretunterstützung. „Ergebnis ist, dass die E-Bikes mittlerweile einen Anteil von 5 Prozent am deutschen Fahrradmarkt haben – Tendenz steigend“, heißt es beim ZIV.

Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad, meint jedoch dazu, dass diese relativ niedrige Zahl nicht zu Fehlannahmen verleiten dürfe: „Die Stückzahlen und Umsätze des Pedelecs müssen in Bezug auf den Markt solider Alltagsräder gesehen werden; die Anteile der Sportgeräte und Kinderräder spielen keine Rolle“, erklärt Fehlau und ist der Meinung, dass 2011 bereits „knapp 10 Prozent aller ernsthaft genutzten Alltagsräder solider Qualität als Pedelec gekauft werden.“

Doch auch der ZIV ist sehr optimistisch, was die Marktentwicklung des E-Bikes betrifft: „Mittelfristig kann der Anteil der E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt in Deutschland zwischen 10 und 15 Prozent liegen, dies entspricht einer Stückzahl von 400.000 bis 600.000 Fahrzeugen“, so Siegfried Neuberger Geschäftsführer des ZIV.

Für ein Pedelec gaben Käufer 2010 im deutschen Premium-Fachhandel nach Datenlage des VSF im Schnitt 2.404 Euro aus.

Dank der positiven Verkaufszahlenentwicklung im E-Bike-Segment konnte der Gesamtumsatz mit Fahrrädern 2010 um 1,7 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro gesteigert werden, auch wenn sich die Stückzahl der verkauften Räder in Deutschland mit 1,1 Prozent rückläufig zeigt. Demnach wurden laut ZIV im Jahr 2010 insgesamt 4,01 Millionen Fahrräder an den Mann oder die Frau gebracht. Damit belaufe sich der Fahrradbestand in deutschen Haushalten auf rund 69 Millionen Stück.

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
+1 #1 2011-03-28 11:05
Die E-Bikes haben in der letzten Zeit auch einen ziemlichen Wandel erlebt. Waren Sie früher eher Ziel von Spott und Hohn sind sie heute so unauffällig das es den meisten gar nicht auffällt das es kein normales Fahrrad ist. Was für die Gesundheit tun und ein wenig Unterstützung dabei haben! Was will man mehr?!
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