Unabhängige Tests bestätigen Rekordfahrt des „lekker-Mobils“ von DBM

Batterie

Unabhängige Test bestätigen Rekordfahrt des „lekker-Mobils“ von DBM (Bildmaterial: DBM Energy) Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Demonstrationsprojektes hatte das Berliner Unternehmen DBM Energy im Oktober 2010 mit einem Elektrofahrzeug ein Langstrecken-Weltrekord mit über 600 km Reichweite aufgestellt.

Der auf Elektroantrieb umgerüstete Audi A2 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt und bei vielen Experten Zweifel aufkommen lassen. Die Glaubwürdigkeit der Rekordfahrt erhielt einen weiteren Rückschlag als der Audi A2 kurz vor anstehenden Testreihen in einer Lagerhallen von den Flammen eines Großfeuers zerstört wurde (Wattgehtab berichtete).

DBM Energy hat seine „Kolibri“-Zellen (auf Lithium-Metall-Polymer-Basis) mittlerweile bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in diversen Test erfolgreich auf ihre Sicherheit überprüfen lassen und auch das neue Trägerfahrzeug auf Basis des Audi A2 konnte in einem Versuch der Dekra eine ähnlich hohe Reichweite erzielen, wie bei der Rekordfahrt im vergangenen Jahr.

In einer Pressemeldung erläutert DBM Energy die durchgeführten Tests wie folgt:

Die jetzt abgeschlossenen Untersuchungen an den Einzelzellen belegen, dass die bei der Demonstrationsfahrt am 26. Oktober 2010 eingesetzte KOLIBRI Technologie die erforderlichen Sicherheitsstandards zu Luft, Land und Wasser erfüllt.

Grundlage der sicherheitstechnischen Untersuchungen ist das UN- Prüfhandbuch zur Beförderung gefährlicher Güter. Die Prüfmethoden für Lithiumbatterien gelten als internationaler Standard. In aufwändigen Testserien wurde untersucht, ob die KOLIBRI Technologie bei extremen Klima- und Luftdruckschwankungen, elektrischen Kurzschlüssen, Überladung oder Falschpolung sowie bei starken mechanischen Einflüssen wie Schwingungen, Stoß und Aufprall sicher ist. Die KOLIBRI Zellen der DBM Energy haben alle diese Prüfungen bestanden.

„Die getesteten KOLIBRI Zellen zeichnen sich durch ein hohes Maß an technischer Sicherheit aus”, erläutert Prof. Dr. Schröder die Ergebnisse der mehrfach wiederholten Untersuchungen. Allen in der UN-Prüfserie gestellten Anforderungen konnten die KOLIBRI Zellen entsprechen. Die Zellen wurden bei den entsprechenden Tests nicht undicht, haben sich nicht über 170 Grad Celsius erwärmt, sich nicht zerlegt oder entzündet und hielten mehr als 90 Prozent der Spannung.

Zusätzlich zu den UN-Prüfkriterien wurden die KOLIBRI Zellen auf Brandgefährlichkeit untersucht. Bei der Unterfeuerung stellten sich die KOLIBRI Zellen als explosionssicher und nicht brandbeschleunigend heraus. Fazit von Prof. Dr. Schröder, von der BAM: „Insgesamt kann man einschätzen, dass die KOLIBRI Zellen die Sicherheitserfordernisse, die an eine solche Technologie zu stellen sind, voll erfüllen.”

Ergänzend zu den Sicherheitstests der BAM führte die DEKRA in ihrem Test Center in Klettwitz am EuroSpeedway Lausitz einen unabhängigen Reichweitentest durch. In der Zeit vom 14. bis 18. März 2011 wurde die KOLIBRI Technologie der DBM Energy auf ihre Leistungsfähigkeit und Ausdauer überprüft. Grundlage für die Reichweitenermittlung des KOLIBRI Batteriesystems im Versuchsträger Audi A2 war die gesetzlich gültige ECE-R 101 Regelung zur Messung der elektrischen Reichweite mit Elektroantrieb betriebener Fahrzeuge.

Die Prüfungen wurden auf Anlagen durchgeführt, die den Anforderungen der Prüfgrundlage entsprechen. Bei der Ermittlung der Prüfdaten vor Testbeginn lag das Fahrzeuggewicht - Leermasse ohne Fahrer - unterhalb der zulässigen Gesamtmasse von 1.500 kg. Die maximale elektrische Arbeit der KOLIBRI Batterie betrug 62,928 kWh. Im Vergleich dazu lag die Batteriekapazität bei der Weltrekordfahrt im Oktober 2010 bei 98,8 kWh. Erklärtes Ziel der Nationalen Plattform Elektromobilität ist eine sichere Reichweite von 300 km mit einer Akkuladung bis 2015. Ein Demonstrationsprojekt mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) belegte, dass diese Reichweite bereits jetzt zu erreichen ist. Für diese Reichweitendemonstration ist die geringere Batteriekapazität ausreichend.

Alle notwendigen Prüfergebnisse für die KOLIBRI Technologie konnten durch die DEKRA nachgewiesen werden. Darunter fallen Be- und Entladung der Batterie, Ermittlung des Fahrwiderstandes und der Maximalgeschwindigkeit sowie Untersuchung der allgemeinen technischen Sicherheit des Fahrzeuges. Trotz der geringeren Batteriekapazität schaffte das neu aufgebaute Elektrofahrzeug auf dem Rollenprüfstand nach ECE-R 101 eine Reichweite von 454,82 km. Der dabei ermittelte Wirkungsgrad der KOLIBRI Batterie lag bei 97 Prozent. Umgelegt auf die bei der Weltrekordfahrt genutzte Batteriekapazität von 98,8 kWh entspricht dies einer Laufleistung von 714 km.

Das Versuchsfahrzeug mit der KOLIBRI Batterie ist in der Zeit vom 4. bis 8. April 2011 auf dem Stand des BMWi, Halle 2, auf der Hannover Messe Industrie ausgestellt.

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #3 2011-04-04 11:42
Ich hoffe ,es war kein Aprilscherz.Siehe Datum 01.04.2011!!!!
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0 #2 2011-04-03 00:45
Hoffentlich unterstützt Brüderle jetzt auch die Massenproduktio n des Kolibri Akkus, dazu die
kostendeckende Einspeisevergüt ung für Solarstrom.
Zu jeder Photovoltaik-Anlage einen entsprechend großen Kolibri-Akku und alle Kraftwerke können
abgeschaltet werden.

DBM soll den gesamten Umbausatz des A2 zu bezahlbarem Preis von etwa 10.000 € verkaufen.
Mercedes, VW und Konsorten können dann weitere Testmodelle zum Leasingpreis für 600,-- € monatlich ankündigen und ihre Läden bald dichtmachen, oder anfangen zu rennen und E-Autos zu den
wahren Herstellungskos ten anbieten.

Danke Mirko Hannemann, die Sonne lacht wieder über Deutschland.
Bleibt zu hoffen, dass ihn die Erdöl- und Atomstrom-Lobby nicht meuchelt.
Shine Baby shine.
W. Herbi
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+4 #1 2011-04-02 01:30
Und wieviel wog das Fahrzeug nun?
Unter 1500kg leer?
Also 1499kg? Macht dann also 500kg Batterie, da ein A2 unter einer Tonne wiegt und man ja sogar noch den min. 80kg schweren Verbrennungsmot or ausbauen kann?
Warum plötzlich ein kleinerer Akku?

Mal wieder mehr Fragen als Antworten!
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