Umicore übernimmt Batterie-Recycling für Tesla Motors in Europa

Batterie

Batteriepaket des Tesla Model S Prototyps (Bildmaterial: Tesla) Tesla Motors veröffentlicht Details über die Recyclingstrategie für seine Batteriepakete in Europa.

Mit zukünftig immer mehr Elektrofahrzeugen auf unseren Straßen, steigt auch die Notwendigkeit Konzepte für das Recycling der Antriebsbatterien zu entwickeln. Die Automobilindustrie stand schon einmal vor einer ähnlichen Situation, als darum ging eine Recycling-Lösung für die 12-V-Blei-Starterbatterien zu finden, die heute in jedem Auto zum Einsatz kommen. Mittlerweile gehören diese Batterien zu den Produkten mit der höchsten Recyclingrate; die US-Umweltbehörde EPA schätzt, dass heute 99% aller Bleibatterien dem Recycling zugeführt werden.

Das US-Unternehmen Tesla hat jetzt bekannt gegeben, dass es seine Lithium-Ionen-Batterien am Ende ihrer Lebensdauer in der UHT-Anlage (Ultra High Temperature) von Umicore in Belgien aufbereiten lassen will. Das in Brüssel ansässige Unternehmen wird aus den verbrauchten Batteriepaketen Kobalt, Nickel und andere Metalle zurückgewinnen.

„Wir haben das Recycling-Programm von Tesla Motors über die letzten Jahre verfeinert. Bevor wir die Batteriepakete zum Recycling schicken, können wir bereits etwa 10% (vom Gewichtsanteil) wiederverwenden, zum Beispiel das Batteriegehäuse und einige elektrische Komponenten. In Nordamerika arbeiten wir mit den Kinsbursky Brothers zusammen, um etwa 60 Prozent des Batteriepakets zu recyceln. In Europa haben wir jetzt begonnen mit Umicore zusammenzuarbeiten, und bald werden wir auch Neuigkeiten zum Recycling in Asien haben“, schreibt Teslas Director of Energy Storage System, Kurt Kelty, in einem Blog.

Batterie-Recycling bei Umicore (Bildmaterial: Umicore) Laut Tesla wandelt Umicore das Kobalt in ein hochgradiges Kobalt-Lithium-Oxid um, welches an Batteriehersteller weiterverkauft werden kann. Einige der wenigen Nebenprodukte die dabei entstehen, ist eine saubere inertisierte Schlacke, die Kalzium-Oxide und Lithium enthält. Die Schlacke kann für die Produktion hochwertigen Betons verwendet werden.

„Nahezu 5 Prozent der globalen vom Menschen produzierten CO2-Emissionen entstehen bei der Produktion von Zement. Dieses Rohmaterial gegen Ersatzstoffe auszutauschen, reduziert die CO2-Emissionen, sowie den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen, beträchtlich. Dieses „Nebenprodukt“ bietet der Bauindustrie die Möglichkeit Ersatzprodukte als umweltfreundliche Alternative einzusetzen“, so Kurt Kelty weiter.

Die Recycling-Technologie von Umicore soll es ermöglichen 70% der CO2-Emissionen zu sparen, da die Restkunststoffe während des Schmelzprozesses so viel Hitze erzeugen, dass keine zusätzliche Energie von außen zugeführt werden muss.

Tesla baut und verkauft seit drei Jahren den Tesla Roadster. In dieser Zeit hat sich das im Silicon Valley ansässige Unternehmen für das Recycling und die Nutzung ungiftiger Stoffe eingesetzt. Tesla-Kunden müssen für das Recycling des Batteriepaketes nichts bezahlen, wenn es nach sieben bis zehn Jahre oder etwa 160.000 Kilometern ausgetauscht wird.

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #2 2011-02-01 08:24
Ah ok, habs kapiert, wandert als Kobalt-Lithium-Oxid in die Batterieprodukt ion.
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0 #1 2011-02-01 08:21
Und wo bleibt das Lithium?
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