GM eröffnet größtes US-Labor für Vorentwicklung von Elektroauto-Batterien
Batterie
Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 01:30 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Das „Neue GM“ bekräftigt Anspruch auf Hochtechnologie-Führerschaft im Bereich Batterien. Das neu eröffnete größte und modernste Labor in den USA auf dem Campus des Technical Centers in Warren (Michigan) stellt eine Ergänzung zu den bestehenden Standorten - wie beispielsweise Mainz-Kastel - dar.
Das neue „Global Battery Systems Lab“ soll die Serieneinführung von Elektroautos beschleunigen - vom Chevrolet Volt und Opel Ampera über „normale“ und „Plug-in“-Hybride“ bis zu Brennstoffzellen-Fahrzeugen.
Das neue Labor erstreckt sich über eine Grundfläche von 3.066 Quadratmetern und ist damit viermal größer als das ehemalige GM-Batterielabor im Tech Center. Es soll Platz für das wachsende Team von mehr als 1.000 Ingenieuren bieten, die an neuartigen Batterien und Elektroautos arbeiten. Die Planung der neuen Einrichtung begann im Dezember 2007, der Bau im August 2008. Bereits im Januar dieses Jahres - neun Monate vor Plan - nahm sie den Betrieb auf, im Mai schließlich war sie voll operabel. Errichtet wurde das Labor innerhalb des „Alternative Energy Centers“ von GM. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 6 Megawatt - genug Energie für 1.400 Haushalte. Rund 90 Prozent der Energie, die beim Testen der Batterien freigesetzt wird, wird wieder ins örtliche Stromnetz eingespeist.
Das Labor ist mit 160 Testplätzen und 42 Klimakammern ausgerüstet, die extreme Fahrbedingungen, Hitze und Kälte sowie den Zyklus der Jahreszeiten nachstellen können. Darüber hinaus verfügt die Einrichtung über einen Thermorüttler für den Test der strukturellen Integrität sowie einen speziellen Platz zum Zerlegen und Analysieren von Batterien. Ein integriertes System zur Testautomation sowie eine verbesserte Methodik der statistischen Versuchsplanung sollen gründlichere Tests der Batterien mit weniger Versuchen und damit in kürzerer Zeit ermöglichen.
(mp/wattgehtab.com)
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