EEStor´s neue Ultracap-Technologie - Batteriedurchbruch?

Batterie

zenn-carDer texanische Hersteller EEStor stellt eine Ultracap-Technologie vor und behauptet das dieses System alle derzeitigen elektrochemischen Batterien-Anwendungen vom Auto bis zum Notebook ersetzen wird. Diese Woche wurde das Schweigen über die neue Energiespeicher-Technologie von EEStor gebrochen, es wurde angekündigt das zwei Produktions-Meilensteine erreicht wurden und sie auf dem Weg sind in diesem Jahr erste Systeme für Elektrofahrzeuganwendungen auszuliefern. Der Hersteller behauptet kühn über sein System, eine Art aus Batterie-Ultracap-Hybrid und welches auf einem Barium-Titanat Pulver basiert, soll dramatisch die beste Li-Ion-Batterie auf dem Markt bezüglich Energiedichte, Preis, Ladezeit und Sicherheit übertreffen. Dazu sollen keine giftigen Materialien und Chemikalien notwendig sein.

Diese Ankündigungen sind enorm und für viele sicherlich unglaubwürdig, jedoch hätte solch ein Durchbruch das Potential um die Wiedergeburt des Elektrofahrzeug auslösen zu können. Dieser Durchbruch könnte aber auch eine grosse Bedrohung für die nächste Generationen von Li-Ion-Batterien sein, welche u.a. gerade von z.B. A123Systems in Entwicklung sind. Der Mitbegründer Richard Weir und CEO von EEStor behauptet, das sie auf gutem Wege sind alles einzuhalten was sie versprechen. Das ZENN-Auto soll die erste kommerziele Anwendung werden, in welcher das neue Energiespeicher-System enthalten sein soll. Trotz aller Bedenken ist darauf hinzuweisen, das eine solide Unterstützung aus den Chefetagen von Firmen wie z.B Computerhersteller Dell kommt.

[Update 27.01.07]: EEStor will bald ein 15 kWh-Energiespeichersystem ("Electrical Energy Storage Units" - EESU) für kleine Elektrofahrzeuge bauen, das weniger als 100 US-Pfund wiegt, aber dennoch 200 Meilen Reichweite bietet. Die rein rechnerische Energiemenge würde somit bei 280 Wh/kg bei dieser Technik liegen. Als Vergleich liegen hier Lithium-Ionen-Batterien nur bei 120 – Blei-Batterien gar nur bei 32 Wh/kg. Eine Ladung dauere dabei nur noch zehn Minuten, so Weir der Chef von EEStor. Jedoch sind bis dorthin noch einige technische Hürden zu nehmen, das Barium-Titanat-Pulver muss fabrikmässig mit entsprechender Reinheit hergestellt werden können. Weiters werden von Ultracap-Experten die keramische Struktur bzgl. des thermischen Stress angezweifelt, kürzlich wurden auch von EEStor die Temperaturspezifikationen von -40 auf -20 Grad herabgesetzt, dieser Temperaturbereich würde für automobile Anwendungen nicht ausreichen. Trotz all diesen kühnen und fast unglaubwürdigen Aussagen, bleibt es doch spannend wie sich diese Technik weiterentwickelt, ob Flop oder Durchbruch in ein neues Energiespeicher-Zeitalter.



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Kommentare 

 
0 #2 2007-02-04 23:57
http://www.heise.de/tr/artikel/print/84209 (www.heise.de/tr/artikel/print/84209)
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0 #1 2007-02-04 23:51
Ich möchte an dieser Stelle gerne auf den Artikel von Technology Review des Heise Verlages verweisen http://www.heise.de/tr/artikel/print/84209
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