BASF steigt in das Geschäft mit Elektrolyten für Lithium-Ionen-Batterien ein

Batterie

Ein Chemielaborant füllt in einer Glove-box optimierte Elektrolyte in eine Lithium-Testbatterie (Bildmaterial: BASF) Die BASF steigt in das Geschäft mit Elektrolyten für Lithium-Ionen-Batterien ein. Zu diesem Zweck gründet das Unternehmen das globale Team Elektrolyte innerhalb des Unternehmensbereichs Intermediates. Mit Elektrolyten kann die BASF ihr bereits vorhandenes Portfolio für die Batterie-Industrie um eine weitere wesentliche Komponente erweitern.

Elektrolyte sind komplexe Formulierungen, die in Batterien den Ladungstransport übernehmen. Hochwertige Elektrolyte können wesentliche Voraussetzungen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Batterie schaffen.

Zurzeit arbeitet die BASF bereits an spezifischen Formulierungen hochwertiger Elektrolyte auf Basis organischer Carbonate für Kunden aus der Batterie- und Automobilindustrie. Erste kommerzielle Mengen werden bereits in diesem Jahr verfügbar sein.

„Mit dem Einstieg ins Geschäft mit Elektrolyten gehen wir einen weiteren Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden im Bereich der Elektromobilität zu unterstützen. Wir werden hochwertige Produkte und Verfahren anbieten. Wir haben dazu beste Voraussetzungen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie. Daneben bringen wir unseren weltweit einzigartigen Forschungsverbund ein, den wir auch durch Forschungskooperationen ständig ausbauen“, sagt Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF, und ergänzt: „Im Geschäft mit Elektrolyten wollen wir uns zu einem Systemanbieter entwickeln, der seinen Kunden individuelle Lösungen anbieten kann.“

Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entwickelt die BASF sowohl Materialien und Technologien für die heutige und nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterien als auch für künftige Batteriesysteme. Ziel ist es, neue Lösungen zur Energiespeicherung schneller auf den Markt zu bringen. Ein wichtiger Schritt hierzu ist der Bau einer Anlage zur Produktion von Batteriematerialien in Elyria, Ohio/USA. In der 50 Millionen Dollar teuren Anlage sollen ab 2012 Kathoden-Materialien produziert werden. Unterstützt wird der Bau der Anlage vom amerikanischen „Department of Energy“ mit einer Fördersumme von 24,6 Millionen Dollar aus dem „American Recovery and Reinvestment Act“. Die BASF ist in den USA einer der lizenzierten Anbieter der vom „Argonne National Laboratory“ patentierten lithium-stabilisierten Nickel-Cobalt-Mangan-Kathoden-Materialien, die eine Kombination von lithium- und mangan-reichen Mischmetalloxiden nutzen. Die Lizenz deckt einen breiten Anwendungsbereich dieser Materialien in Lithium-Ionen-Batterien ab.

Zu den weiteren Aktivitäten von BASF auf dem Gebiet der Elektromobilität gehören neben den Batteriematerialien auch die Entwicklung von Kunststoffen und Verbundwerkstoffen für den Leichtbau sowie Lösungen für ein besseres Wärmemanagement, wie IR-reflektierende Pigmente für Lacke und Innenraumanwendungen.

(mk/wattgehtab.com)


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